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Das Opfer in der Bibel
Das Opfer gehört zu den weitgehend unverstandenen Geschehnissen in der Bibel, obwohl es die Erzählungen von der Genesis bis zur Apokalypse maßgeblich bestimmt. Weinrebs von jüdischer Überlieferung inspirierte umfassende Darstellung läßt das Geheimnis biblischen Opfergeschehens als Gegenwart im eigenen Handlungsleben erfahren. Nach «Schöpfung im Wort» das zweite Grundlagenwerk von F. Weinreb.
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Im Lehrhaus des Wortes
Christian Schneider legt zum 100. Geburtstag von Friedrich Weinreb eine Textsammlung vor, die neue Wege zum Erleben und Verstehen des grossen jüdischen Erzählers weist. Schneiders Texte lassen die besonderen Welten dieser einmaligen Stimme aus dem chassidischen Judentum in ihrer ganzen Tiefendimension erkennen.
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Ewiges Leben im Wort
Eine profunde Einführung in das nahezu unübersehbare schriftliche und mündliche Werk Friedrich Weinrebs, des grossen Mystikers und Lehrers der Kabbala, gibt Eugen Baer in dem Buch «Ewiges Leben im Wort». Zugleich mit dem Werk bezieht der Autor auch die äußerst spannungsreiche Lebensgeschichte Weinrebs in seiner Darstellung mit ein, die weltweit spirituell Interessierte anspricht.
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Kabbala als Lebensgefühl
Die Kabbala erzählt, wie der Mensch im Kern beschaffen ist. Friedrich Weinreb spricht in seinem neuesten Buch von einem Lebensgefühl, das im Innern des Menschen lebt.
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Alles ist Preisen
«Heimatgesänge im Exil» nennt Eugen Baer in seinem neuen Buch die Psalmen, die unseren Alltag zum Ewigen öffnen und die damit zugleich unser konkretes Handeln vertiefen.
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Die sieben Prophetinnen
Was die Prophetie des Leibes auf dem Lebensweg des Menschen bewirkt und welch wichtige Rolle das Weibliche dabei spielt, erzählt F. Weinreb in seinem neuesten Buch «Die sieben Prophetinnen».
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Der Traum vom Anfang der Sprache
Der wahre Ursprung der Sprache ist im Traum der Sprache selber zu finden, wie Eugen Baer an einem Weiterbildungsseminar an der Universität Zürich erzählt.
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Hier und Dort
Eugen Baer erzählt in seinem neuesten Buch wie wir im Wort die biblischen Wege im Verborgenen erleben, die in
geheimnisvoller Weise unseren Wegen im Alltag entsprechen.
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Wort, Sprache und Sprechen
Beim Sprechen kreieren wir  Wirklichkeiten. Das neue Buch von Friedrich Weinreb eröffnet Möglichkeiten, in der Bibel
unsere Beziehung zum Leben als Wortschöpfung auf eine wache und lebendige Art neu zu erkennen.
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Den Worten Seele geben
Im verborgenen Grund jedes Wortes finden wir die Seele und somit den Abgrund der menschlichen Freiheit.
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Die Freuden Hiobs
Friedrich Weinreb übersetzt in seinem neuesten Buch die Bilder der Hiobsgeschichte ins gegenwärtige Erleben, sodass wir Hiob in uns selbst wiederfinden können. » mehr
 
Der weise Erzähler
Wie sich Friedrich Weinreb, einem der gefragten Wirtschaftswissenschafter Europas, die Bibel neu erschloss und wie er zum Sprachrohr der heiligen Überlieferung wurde, erzählt Manuel Gogos. » mehr
 
Gottes verborgener Ort im Wort
Friedrich Weinreb war ein wunderbarer Erzähler der jüdischen Überlieferung und der Kabbala sowie ein Chronist seiner Zeit. Eine Einführung in Leben und Werk. » mehr
 
 
Veranstaltungshinweise
»Tagung auf der Insel Reichenau vom 16. - 18. November zum Thema «Der Traum vom Paradies»
 
 
Medienberichte
»Radiosendungen zum 100. Geburtstag
von Friedrich Weinreb
 
 
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Tagungsthema

«Der Traum vom Paradies»
 

Es gibt Tage, Stunden, Sekunden da fühlen wir uns leicht, da gelingt alles, da träumen wir dahin, da tun wir alles selbstlos, um des Tuns willen, da fühlen wir uns glücklich – wie im Paradies. Die Kehrseite davon kennen wir auch. Tage, Stunden, Sekunden werden zur Klage, oft zur Anklage – Wer tut uns das an? Weshalb? Wozu? Wir verstehen das Unglück nicht. Das Glück hingegen, denken wir, verdienen wir allemal.
Das bittere Zeitgefühl ist philosophisch, religiös wie literarisch ein Grundthema. Oft sind es in den Schriftzeugnissen ältere Mentoren – Meister aller Art, weise ältere Personen in Romanen, oft der Romancier selber -, die um das gelingende glückliche oder misslingende unglückliche Leben zu wissen meinen. Eine literarische Ausnahme war der Schweizer Schriftsteller Robert Walser, eine philosophische Friedrich Nietzsche. Beide wissen um das Glück des Augenblicks ohne eigenständige Leistung. Beide endeten in der Psychiatrie. Anders Friedrich Weinreb. Auch er weiss um das leistungslose Glück des Augenblicks. Das ist aber nur die eine Seite der Medaille. Dort wo Glück und Unglück aus der zeitlichen Perspektive zusammenfallen, steht für Weinreb unsere Sehnsucht. Sehnsucht ist ein anderes Wort für den Traum vom Paradies. Wonach sehnen wir uns? Ziehen uns die irdischen Gelüste oder die himmlisch verheissenen Genüsse an? Vermutlich beide. Meist bewegen wir uns dazwischen. Mal so, mal so. Unserem Begehren nach dem Hier steht immer schon die Sehnsucht nach dem Dort gegenüber, die Sehnsucht nach dem verlorenen Paradies, auch die Sehnsucht nach einem Lebenssinn.
Was aber meint Paradies? Und: Wo liegt der Garten Eden? Im Hebräischen heisst «gan eden», das Hüten des Glücks, des sich Wohlfühlens. Der Mensch im Garten, in dem die Schlange auftaucht und den Menschen zum Fallen versucht, kann sein Glück hüten. Darin liegt die Freiheit des Menschen. Jeden Augenblick wählt er zwischen den beiden Bäumen, dem Baum des Wissens und dem Baum des Lebens. Wie ist dieser Baum des Lebens zu finden und zu empfinden? Da führt uns Weinreb in die Bibel hinein. Sie selbst ist der Baum des Lebens. Deren Worte können jeden Augenblick das Paradies erstehen lassen. Mittels der biblischen Geschichten können wir das verlorene Paradies in uns auferstehen lassen. Gibt es doch in der Bibel kein «Vorher und Nachher». Gleichzeitig sind wir hier und dort. Gleichzeitig erleben wir hier das tägliche Auf und Ab und das Paradies dort.
Weinreb führt uns in tausendfachen Erzählungen dorthinein. Er erzählt, wie der Mensch vor der Spaltung als Mann und Frau, als Ein Mensch König ist. Er erzählt, wie das Weibliche, das Erscheinende wie also das Bewusste aus dem Nichtbewussten herausgenommen wird. Er erzählt, wie das Zusammensein von Nichtbewussten und Bewussten als Paradies empfunden werden kann. Er erzählt, wie von dort das Wunder des Wortes und die Kraft des Erzählens erlebt werden kann. – Die diesjährige Reichenau Tagung wird vielfältige Möglichkeiten geben, den Traum vom Paradies nachzuempfinden.

August 2012, hjr.

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Nachruf Dieter Dorner

Eine bewegte Stimme
 
Mit seiner ihm eigenen, vielen vertrauten Stimme war Dieter Dorner auch seiner Erscheinung nach eine unverwechselbare Persönlichkeit. Orthodoxer Mönch, Bio-Weinbauer, Familienmensch, Theatermann und Medienmann. Wohl lassen sich gar nicht alle Facetten benennen, die ihm eigen waren und einige kamen hinzu, von denen man erst beim Abschied hörte, wie etwa das vegetarische Kochen und dass er auch ein Jazzliebhaber war.
Im Vordergrund standen seine Familie und seine vier Kinder. Zusammen mit seiner Frau Helen Dorner bewirtschaftete er in Mureck, nahe der slowenischen Grenze in der Südsteiermark einen eigenen Weinberg. Einen Weinberg, von dem er das Wort verkostete, lernte er in der Person von Friedrich Weinreb kennen. Im chassidischen Erzähler Friedrich Weinreb hörte er eine vertraute Stimme, die ihn tief bewegte und ihn nicht mehr los liess. Er reiste an Tagungen, manchmal samt Familie und Friedrich Weinreb reiste nach Wien. Fortan war Weinrebs Stimme auch öfters im österreichischen Radio zu hören. Aber auch anderswo wurden Gespräche und Vorträge von Weinreb fürs ORF-Radio aufgenommen.
Dieter Dorner selbst war in Österreich eine bekannte und bis zuletzt legendäre Radiostimme. Er war Gründungsmitglied von Ö3 und er wurde mit dem Aufbau der ersten Konsumentenredaktion «help» betraut. Beliebt war auch seine Sendung «Seinerzeit», in der er rund 60 Prominente interviewte. In den 80er Jahren hatte er mehrere Leitungsfunktionen inne etwa in Ressorts wie Jugend, Gesellschaft und Familie sowie Religion. Bis über die Pensionierung hinaus blieb er dem Radio treu. So las er bis zuletzt in der frühsonntäglichen ORF-Radiosendung «Erfüllte Zeit» aus den Evangelien.
Seine kirchliche Heimat fand Dieter Dorner in der Orthodoxie. Vor über 30 Jahren ist er dort vom Vorsteher des Klosters Hilandar, Pater Mitrophan, der Mönchsrepublik Athos auf den Namen Dimitrios getauft worden. Pater Mitrophan trat – vermittelt durch Dieter Dorner – in den 90er Jahren als Referent auch auf der Reichenautagung auf.
Seine Osternzeit verbrachte Dieter Dorner meist auf dem Athos. Wer ihn einmal dorthin begleiten durfte, lernte ihn in manchen sonst eher verborgenen, still-vertieften, andächtigen, aber auch komödiantischen Stimmungen kennen. Ostern verbrachte man im Kloster Hilandar, dann pilgerte man zu Fuss von einem Kloster zum anderen, verbrachte einige Tage beim Mönch und Ikonenmaler Nicos, bevor man sich mit dem Schiff wieder in die aufgeregte Welt zurückbegab – mit den allgegenwärtigen Worten im Ohr «Christus ist auferstanden. Er ist in Wahrheit auferstanden» - dies im griechischen Wortlaut. Es überrascht nicht, dass Dieter Dorner im Jahr 2004 als Hilandar fast bis auf die Grundmauern niederbrannte, eine Hilfsaktion zum Wiederaufbau des serbischen Klosters startete.
Dieter Dorner war in der Friedrich Weinreb Stiftung ein gehörter und engagierter Stiftungsrat. Wenn es um neue Tonträger oder um die Archivierung von Weinrebs Stimme ging, stand er mit Rat und Tat bei. Für die Reichenautagung stellte er jeweils eine zum Thema passende CD mit einem Weinreb Vortrag zusammen. Dazu hatte er zu Hause ein eigenes Weinreb-Studio eingerichtet. In den jüngsten Jahren vermittelte er Weinrebbücher ins Slowenische. Eines seiner stetigen Anliegen war, auch billigere, einfachere Weinrebbücher für das nicht kaufkräftige Publikum zu publizieren.
Dieter Dorner ist am 17. April auf der Heimkehr vom Berg Athos an der Grenze zur Mönchsrepublik Athos im 69igsten Lebensjahr einem Herzanfall erlegen. Das orthodoxe Begräbnis fand am 27. April in Mureck statt.
Dr. H. Ringger, Präsident Weinreb Stiftung