Weinreb Stiftung

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Veranstaltungen

Die Weinreb Stiftung führt jedes Jahr im November auf der Bodensee-Insel Reichenau eine Tagung durch.

Die nächste Veranstaltung findet statt vom 10. bis 12. November 2017 zum Thema

«DAS GÖTTLICHE SPIEL»
Unser Leben – ein Spiel? Sogar ein Göttliches Spiel? Wie leben und erleben wir das Spiel? War am Anfang gar das Spiel? Das Spiel der Buchstaben, der Worte, der Sprache. Die alten Griechen spielten noch mit den Worten. So konnte Heraklit sagen:«Die Weltzeit ist ein spielendes Kind .... des Kindes ist das Königtum». Und bei Plato entspricht das Spielen nicht nur dem Wesen des Menschen, Gott selbst ist der Spieler und der Mensch sein Spielzeug. Spielen ist bei ihm die der Natur gemässe Lebensform. Ja, die Natur selbst spielt – das Spiel Gottes.

Leben ist also weit mehr als nur funktionieren. Leben heisst spielen. Im Spielen erkunden wir uns und die Welt in all ihren Möglichkeiten und sogar Unmöglichkeiten. Angefangen bei den Kinderspielen über die Geschicklichkeitsspiele, Wettkampfspiele, Kultspiele, Schauspiele, Orakelspiele, Glücksspiele bis zu den heutigen Sport- und Gesellschaftsspielen. Spielen befreit und verbindet, es kann aber auch abhängig, süchtig, aggressiv und mächtig machen. Im Spielen erleben wir die ganze Vielfalt der Formenwelten und Ambivalenzen des Lebens.

Der Kosmos als Spiel, die Erde als Spielfeld. Seit je ist das Menschsein mit Spielen gleichgesetzt worden. Das je nach Kultur und Zeit mit Variationen und Nuancierungen. Allerdings hat sich die offene und freie Geisteshaltung auf den Spielwiesen der Neuzeit wesentlich verändert. Die Geister der Ökonomie dominieren die heutigen Spielweisen. Spielen ist fast nur noch ein von wirtschaftlichen Gesichtspunkten abhängiges Geschehen. Als Spielverderber wirken die Geister des Profits und der Macht. Oftmals auch die Geister der Konzepte, der philosophischen, religiösen, politischen Theorien und Systeme. Diese Geister durchdringen im Gewande irgendeiner Deutungsmacht oder Nützlichkeit fast alles. Sie setzen sich fest und lassen das Leben oft in Sinnlosigkeit erstarren. 

Doch Spielen ist weit mehr und anders als uns diese Geister vorspielen. Im Kindsein liegt der Ursprung des Spielens. Und Kinder spielen das Spiel vom Ursprung stets von Neuem. Wieder und wieder. Selbstvergessen geben sie sich hin. Staunend über das, was erscheint, und sich wundernd über das, was erscheint und nicht das ist, als was es scheint. Das sie aber immer sind – ein Göttliches Kind.

Friedrich Weinreb war zeitlebens so ein Kind. Er erzählte staunend von den Wundern Gottes. Das Spiel der Buchstaben, die im Hebräischen zugleich Zahlen sind, erlebte er als Geschenk und als Mysterium der Sprache. Zur Quelle des Erzählens wird ihm der Reichtum der Assoziationen und Verbindungen. Vom Spielen der Buchstaben und Zahlen schöpft er vieles auch aus dem alten, überlieferten Wissen. Von daher konnte er endlos erzählen. So hat sich ihm das Kindsein in seinem Sprechen bewahrt, in dem Wort, Bedeutung und Realität In-Eins fallen. So wird Erzählzeit zur Traumzeit. Zeitlos im Zeitlichen. Einem Göttlichen Spiel gleich.

Öffnen wir uns dem Göttlichen Spiel, das den Kosmos stets von Neuem erschafft. Spielen wir die Spiele unseres Lebens. Als spielendes Kind sind wir zeitlebens Neulinge, als Neulinge gehen wir ins Grab. Das Grab, das leer ist – nichts als offene Weite.
Dr. H. Ringger

 


Freitag

18.00

Abendessen

 

20.00

«Musik und Spiritualität -Musitualität» Klavierstücke von Franz Schubert und Eric Satie, erklärt und gespielt – nicht interpretiert – von Rainer Buland

Samstag

10.00

«Scha’aschu’a – Göttliches Spielen. Wo sich Mystik und Psychologie treffen»
Gabriel Strenger, Psychotherapeut, Autor und Dozent, Jerusalem, IL

 

11.00

«Spiel und Spiritualität – Spielitualität. Spiel ist die Luft am spirituellen Weg»
Prof. Rainer Buland, Spielforscher, Universität Mozarteanum, Salzburg, AT

 

12.30

Mittagessen

 

16.00

«Alles steht auf dem Spiel»
Cathrin Stahel, Lehrerin, Atemtherapeutin, Seminarleiterin, Weiach, CH

 

17.00

«Von der Zahl zum Erzählen. Das Ich im Spiel der Sprache»
Prof. Eugen Baer, Semiotiker, Autor, Geneva, NY, USA

 

18.00

Abendessen

Sonntag

10.00

Gottesdienst mit Benediktiner Pater Arno Münz, Fiecht/St. Georgenberg, AT

 

12.00

Mittagessen und Abreise

 

 Tagungsleitung

 Dr. H. Ringger

 Tagungsbeitrag

Ganze Tagung: 80 € / Ehepaare 120 €
Nur Samstag: 60 € / Ehepaare 80 € 
Am Tagungsort bar zu bezahlen;
Ermässigter Tagungsbeitrag auf Anfrage

 Aufenthaltskosten

Mahlzeiten, am Tagungsort bar zu bezahlen:
Mittagessen: 12.50 € pro Tag und Person
Abendessen: 10.00 € pro Tag und Person

Anmeldung im unten
stehenden Formular

Friedrich Weinreb Stiftung
Zollikerstrasse 193, CH-8008 Zürich
E-Mail: stiftung@weinreb-stiftung.org
Information: Tel: 0041 (0)44 380 33 27 

 Anmeldeschluss

10. Oktober 2017 

 

Unterkunft
Die Übernachtung buchen Sie bitte direkt bei der Tagungsstätte FamilienFerien Insel Reichenau. Wir empfehlen Ihnen, die Zimmer so bald als möglich zu reservieren, da nur eine begrenzte Anzahl vorhanden ist.

Familien Ferien Freiburg, Haus Insel Reichenau
Markusstrasse 15
DE-78479 Insel Reichenau
Tel: 0049 (0) 7534-99550
reichenau@familienferien-freiburg.de

Falls die Zimmer in der Tagungsstätte belegt sind, können weitere Adressen von Unterkünften bei der Tourist-Information der Insel Reichenau angefragt werden:

Tel.: 0049 (0) 7534 92070;
info@reichenau-tourismus.de


Anmeldung



Teilnahme




Verpflegung (bitte für jede angemeldete Person angeben)