Kurztexte und Leseproben
 Themen
Hier werden wichtige Themen von Autoren beleuchtet, die mit dem Werk von Friedrich Weinreb vertraut sind.
 
 
Der Traum vom Anfang der Sprache
Es gibt eine alte Tradition der Reflexion über den Ursprung der Sprache. Dazu gehört auch die jüdische Überlieferung, die sich den Ursprung der Sprache erträumt. Kurz gesagt: Der wahre Ursprung der Sprache ist im Traum der Sprache selber zu finden. Die mythische Dimension der Sprache gehört innerlich zum Erlebnis ihres Ursprungs. Das vorliegende Referat wurde im Rahmen des Weiterbildungsseminars in der Reihe «Wissenschaft und Weisheit» zum Thema «Vom Anfang und Ende der Sprache» an der Universität Zürich gehalten. Eugen Baer (06.07.09)
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Wegbeschreibungen und Wegbeschreitungen
Der Weg ist nirgends. Der Weg ist überall. Der Weg ist die Situation. Der Alltag ist der Weg. Er verläuft nicht im Kreis der ewigen Wiederkehr, wie es vielleicht manchmal erscheint; der Weg verläuft - gemäss einem Bild der Kabbala - in Form einer Spirale. Ereignisse wiederholen sich, immer aber kommt eine neue Windung, eine neue Qualität. Der vorliegende Text wurde als Vortrag an der Reichenau-Tagung der Friedrich Weinreb Stiftung im November 2007 gehalten. Von Manuel Gogos (14.02.08)
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Den Worten Seele geben
Im verborgenen Grund jedes Wortes finden wir die Seele und somit den Abgrund der menschlichen Freiheit. Abraham in uns hört – mit seinen zwei Söhnen - zwei Stimmen als Wort Gottes. Die eine Stimme ist eine Versuchung zur Gewalt. Sie fordert uns auf, das Kind in uns zu töten. Die andere Stimme ist eine Stimme der Liebe. Sie zeigt uns, daß Gott ein Gott der Gewaltlosigkeit ist. Der vorliegenden Text wurde als Vortrag am 31. Deutschen Evangelischen Kirchentag, im Juni 2007, gehalten. Von Eugen Baer (07.07.07)
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Der weise Erzähler
Wie sich Friedrich Weinreb, einem der gefragten Wirtschaftswissenschafter Europas, die Bibel neu erschloss und wie er zum Sprachrohr der heiligen Überlieferung wurde. Von Manuel Gogos (02.08.06)
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Friedrich Weinreb. Gottes verborgener Ort im Wort
Friedrich Weinreb war ein wunderbarer Erzähler der jüdischen Überlieferung und der Kabbala sowie ein Chronist seiner Zeit. Er lebte im Zentrum des 20. Jahrhunderts und vereinigte in sich zwei Extreme dieses Jahrhunderts. Als Ökonom, als Wissenschafter der Ökonometrie und als Professor in verschiedenen Organisationen repräsentierte er die treibenden Entwicklungskräfte. Als orthodoxer Jude chassidischer Herkunft führte ihn sein Weg ins Innere, öffnete er die Schatzkammern des überlieferten Wissens und erschloss die Bibel als «Schöpfung im Wort». Der vorliegende Text wurde als Vortrag im Rahmen einer Seminarwoche zum Thema «Porträts grosser Mystikerinnen und Mystiker» des Lassalle-Hauses in Bad Schönbrunn gehalten. Von Heini Ringger (16.01.06)
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Zum Sinn des Alltags
Im Anfang, im Prinzip ist das Wort. Das Wort ist eine Brücke zwischen Physischem und Geistigem, zwischen Diesseitigem und Jenseitigem. Im gesprochenen Wort, in der Sprache fliesst die Ewigkeit in unseren Alltag hinein. Sie holt uns "rüber" vom Sichtbaren ins Unsichtbare und zurück ins Sichtbare. Sie öffnet den Alltag zu einer anderen Dimension, die den Alltag durchdringt. Diese andere Dimension ist unsichtbar, aber ganz im alltäglichen Geschehen verankert. Der Alltag wird so zum Zeichen einer unsichtbaren Wirklichkeit. Von daher können wir von einer Semiotik des Alltags reden, das heißt, der Alltag ist eine Zeichenwelt, wo jedes Ereignis seinen Doppelgänger, seinen verborgenen Sinn im Ewigen hat. Von Eugen Baer (20.12.05)
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Hören des Wortes: Empfängnis im Ohr
Wenn es um Sprache, um Worte geht, gibt es ein rein äußerliches Hören nicht, denn die akustische Wahrnehmung muß, wohl im Gehirn, gleich irgendwie verarbeitet werden, damit sie ihren Ort in einem Verständnishorizont findet. So meldet sich das Verstehen im Hören. Beim Hören von Worten scheinen sich Wege zu eröffnen, ein Gehen, Füße, die gehen oder stehen, man möchte doch verstehen, was gesagt wird. Das beinhaltet die Verknüpfung des Mysteriums des Hörens mit dem Mysterium des Tuns. Das Verhalten ist demnach die Voraussetzung des Hörenkönnens. Von Christian Schneider (09.09.04)
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