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Die Friedrich Weinreb Stiftung in Zürich lädt Sie herzlich ein zur Tagung vom 11. bis 13. November 2011

Auf der Insel Reichenau zum Thema: Gäbe es keine Liebe ...

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Tagungsthema: Gäbe es keine Liebe

Gäbe es keine Liebe in dieser Welt, was wäre dann? Die Frage berührt alle, ob wir wollen oder nicht. Jeden Augenblick geben wir mit unserem Sprechen und mit unserem Verhalten eine Liebesantwort - bewusst und nichtbewusst. Mal fällt sie eher weltlich, mal eher himmlisch aus, mal ist sie irdisch vom Eros getrieben, mal himmlisch von Agape befruchtet. Beide sind voneinander nicht zu trennen. Werden sie getrennt, wird die Liebe gestört. Die Liebesantwort fällt dann verdreht, verzerrt oder erstarrt aus –nicht selten in Krankheiten mündend.
Die Liebe hat so viele Gesichter wie es Liebesantworten gibt. Jeder Augenblick zeugt davon. Und jede Zeugung ist ein Liebesakt, auch wenn wir ihn nicht verstehen. Für Friedrich Weinreb war die Schöpfungserzählung in der Bibel ein Liebesakt. Eine Liebesgeschichte, die mit der Liebe Gottes beginnt. Hier in dieser Welt ist sie angesichts des fassungslosen Leides kaum zu begreifen - höchstens zu glauben. Aus Liebe zieht sich Gott zurück, damit die Welt und der Mensch sein kann. Gott verschenkt sich, damit das Andere, die Andere und der Andere sein kann. Für Weinreb kann man eigentlich nur jenseits dieser Welt das Wort Liebe aussprechen. Das spricht nicht gegen die gegenwärtig inflationäre literarische wie akademische Flut von Liebespublikationen und romantischen wie spirituellen Liebesgesprächen und Liebessongs. In unserer Zeitbesessenheit spricht es vielmehr für eine Sehnsucht nach Liebe. Nach einer tiefen Sehnsucht nach einer anderen Welt der Liebe, die ihre Erlösung nicht in der Zeit und von der Zeit her erwartet, sondern vom Ewigen.
Weinrebs Werk ist durchdrungen von Liebe. Überall tritt sie auf, verhüllt und manchmal kurz wie ein Blitz gnadenhaft enthüllt. Immer geht er von der Bibel, der Überlieferung und von seinem Erleben aus. Selbst im tiefen Fallen spürt man schon das Erlöstsein. Ob er vom Hohelied, dem einzigartigen Liebeslied, vom Pentateuch, von den Evangelien, den Paulusbriefen oder einem anderen Bibelgeschehen sprach, stets hörte man in seiner Stimme, die vom Einswerden sprach, das Einssein von allen und allem heraus. Das Einssein von Himmel und Erde, von allen Generationen, von dort, wo all unsere Wünsche, Gedanken und Hoffnungen nicht mehr umhüllt, sondern erfüllt sind.
Weshalb diese Paradoxe des Einswerdens, wenn wir schon im Einssein sind? In kaum einem anderen Buch spricht Weinreb soviel über Liebe wie im Hiob. Das Buch Hiob ist für ihn eine Mitteilung über Liebe. Das Leiden ist ihm gleichsam ein Ruf nach Liebe. Leiden und Lieben, beide seien umsonst. Liebe sei eine Beziehung, die der Mensch umsonst aufbaue; dadurch könne er das Leid tragen, das ihm ohne Ursache zukomme. Leid sozusagen als andere Seite der Liebe. Fast alles wird Hiob genommen. Erst im Sturm Gottes, im Gespräch mit Gott, bekommt er das Doppelte zurück. Hiob, der Hinderer in uns, der die Liebe nicht gönnt, in der Gotteserfahrung aufersteht er, ohne hier gestorben zu sein. Der Tod verliert in der Liebe Gottes seinen Schrecken. Und so kann Weinreb auch von den Freuden Hiobs sprechen.
Juli 2011, hjr



Programm

Freitag 18.00 Abendessen

20.00 «Gej ich mir schpazirn»
Das Gesangsquartett Bendorim singt  jiddische Lieder – auch Liebeslieder; Karin Meier, Gesang, Dela Hüttner, Gesang,  Jonas Guggenheim, Akkordeon, Stefanie Kunckler, Bass

Samstag 8.30 Frühstück

10.00

«Ahawa – Liebe und Leben aus dem Ursprung»                                        
Gabriel Strenger, Psychotherapeut, Autor und Dozent, Jerusalem

11.00

«Stark wie der Tod ist die Liebe»
Dr. Klaus Hälbig, Theologe, Autor, Akademiereferent, Rottenburg-Stuttgart

12.30 Mittagessen

16.00

«Im Garten der Liebe. Bemerkungen zu Weinrebs Gedanken über das Geschenk der Zeit»
Prof. Eugen Baer, Semiotiker, Autor, Geneva, NY, USA

18.00 Abendessen

Sonntag 8.30 Frühstück

10.00 Gottesdienst mit Benediktiner-Pater Arno Münz, St. Georgenberg, AT

12.00 Mittagessen und Abreise


Ort Familienerholungsheim Reichenau
Markusstrasse 15, D-78479 Insel Reichenau
Telefon: 0049 (0)7534-99550
Fax : 0049 (0)7534-995520

Anreise Bahnstation Radolfzell, dort mit dem „Seehas“ bis Reichenau Bahnhof, dann mit dem Bus bis Haltestelle Königsegg, Wegweiser Familienerholungsheim beachten.

Tagungsleitung Dr. H. Ringger

Tagungsbeitrag Ganze Tagung: € 70.– / Ehepaare € 100.–
Nur Samstag:   € 50.– / Ehepaare € 70.–

Ermässigung für Teilnehmende in Ausbildung auf Anfrage

Aufenthaltskosten Übernachtung und 3 Mahlzeiten: Tag/Person

Einzelzimmer (EZ) 64.90   (pro Nacht)
Doppelzimmer (DZ) 54.90   (pro Nacht)

Die Aufenthaltskosten sind in der Tagungsstätte bar zu bezahlen.




Anmeldung

Anmeldung an: Friedrich Weinreb Stiftung
Zollikerstrasse 193,
CH-8008 Zürich
Fax: +41-(0)44 380 33 28
E-Mail:  stiftung@weinreb-stiftung.org

Anmeldeschluss: 15. Oktober 2011. Die Anmeldung mittels untenstehendem Formular oder per E-Mail ist verbindlich. Es erfolgt eine Bestätigung.

Anmeldetalon: Wenn die Tagungsstätte bezüglich Bettenbedarf ausgebucht sein sollte (ca. 90 Betten), müssen die zuletzt angemeldeten Teilnehmer in Hotels logieren. Um die Vorbereitung und den Ablauf der Tagung zu erleichtern, bitten wir Sie, auf dem untenstehenden Anmeldetalon anzugeben, ob Sie bereit sind, in der Tagungsstätte ein Doppelzimmer mit jemandem zu teilen, damit die Zimmer voll belegt werden können. Die Zimmer werden nach Eingang der Anmeldungen zugeteilt. Wenn die Tagungsstätte ausgebucht ist, werden Sie eine Mitteilung erhalten und sich an die Tourist-Information Insel Reichenau (Tel. 0049-(0)7534-92070) wenden müssen.
Wenn Sie nicht in der Tagungsstätte logieren möchten, bitten wir Sie, selbst für eine Unterkunft besorgt zu sein.

Der Anmeldeschluss für dieses Jahr ist bereits verstrichen.
Die Tagung ist überbelegt und wir können leider keine weiteren Anmeldungen annehmen.
Wir freuen uns, wenn Sie sich nächstes Jahr wieder für die Reichenau-Tagung einschreiben – dann bitte frühzeitig, damit wir Sie berücksichtigen können.







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