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Die Friedrich Weinreb Stiftung in Zürich lädt Sie herzlich ein zur Jubiläumstagung zum 100. Geburtstag von Friedrich Weinreb vom 12. bis 14. November 2010

Auf der Insel Reichenau zum Thema: Die heilende Kraft im Wort

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Tagungsthema: Die heilende Kraft im Wort

Wie können Worte heilen? Friedrich Weinreb (1910 Lemberg – 1988 Zürich), der dieses Jahr hundert Jahre alt geworden wäre, hat mit seinem Leben im Tun und im Erzählen die Antwort selbst gegeben: Worte können heilen, weil sie schöpferisch sind und an der Schöpfung teilhaben. Selbst im konkreten Alltag gibt es eine «Schöpfung im Wort». Und die hat Friedrich Weinreb im absichtslosen Tun gelebt. Sein Hauptwerk «Schöpfung im Wort» zeugt vom ewigen Leben im Wort, das aus dem erlebten Leben schöpft.
Worin besteht nun die heilende Kraft im Wort? Was hat es mit dem Heiligen zu tun? Was ist es, was in den Worten heilt? Und: Was ist dabei unter Gesundheit zu verstehen? Weinreb hat von der Leiblichkeit des Menschen her Wesentliches zu erzählen. Das Wort, das von jenseits her kommt – denn nach dem johanneischen Prolog ist Gott das Wort – kennt den Körper in anderen Dimensionen. Im Körper hier können wir das nur erahnen und ersehnen. So bedeutet zum Beispiel das Skelett des Körpers auf hebräisch ezem, in einer anderen Dimension das Selbst. Oder das Blut im Körper auf hebräisch dam, bedeutet im Ewigen unser Gottgleichen. So lässt sich ersehen, was Gesundsein für den Menschen bedeuten könnte, und wie Worte dazu beitragen können, ewig gesund zu werden und zu bleiben.
Von dieser schöpferischen Kraft im Wort können wir uns beschenken lassen und das Wort weiterschenken. Vielleicht gibt es dann die Möglichkeit eines Durchbruchs von der Absicht zur Freiheit des Absichtslosen. Können Worte doch heilen, auch wenn alles Empirische, alle Erfahrung aussichtslos erscheint. Oft gerade dann. Auch da steckt alles voller Geheimnisse. Denn das Heilen durch Worte ist meist verborgen und spielt sich im Verborgenen ab.
Friedrich Weinreb hat in dieser Hinsicht nie Rezepte gegeben. In seiner Hinführung und Hinweisung im erzählten Wort hörte man aber eine authentische, einzigartige Stimme sprechen. Eine Stimme, die im Wort Gottes lebte. Er selbst sagte es so:«So kann man dieses Wunder erkennen, wenn man zur Ursprache kommt und im Wort Gott erkennt. Und das ist das Wunder, das dem Menschen das ewige Leben schenkt».
An der diesjährigen Reichenau-Tagung lassen wir viele Stimmen zu Wort kommen. Den Märchenerzähler, der ganz einfach voller Geschichten ist und der im Laufe des Erzählens hofft, dass im Zusammenspiel mit den Zuhörern im Hin und Her der Worte die Geschichten irgendwann und irgendwie zu einem stimmigen Sinn kommen. Die Therapeuten, die im heilenden Wort ein beziehungsgönnendes Wort sehen, das Zeitlichkeit wie Ewigkeit gönnt und das beide verbindet. Das heilende Wort als Frucht vom Baum des Lebens, der schon die Früchte vom Baum des Wissens in sich trägt. Worte also, die einen schöpferischen Raum zum Sprechen und zum Handeln eröffnen können. Und den erzählenden Philosophen, der uns im Erzählen von drüben hier anspricht und in die ewige Kindheit, in die ewige Jugend mit Gott begleiten möchte. Lassen wir uns von der heilenden Kraft im Wort überraschen.

Juni 2010, hjr



Programm

Freitag 18.00 Abendessen

20.00 «Blätter aus dem Garten Eden»
Chassidische Geschichten und jüdische Märchen von Heilung und Erlösung erzählt von Gidon Horowitz, Märchenerzähler und Psychotherapeut, D-Stegen

Samstag 8.30 Frühstück

10.00 «Die Wurzeln menschlicher Kreativität in Weinrebs Leben und Werk»
Gabriel Strenger, Psychotherapeut und Dozent, Jerusalem

11.00 «Tikkun: Wege zur Heimat im therapeutischen Wort»
Thomas Primas, Therapeut und Erzähler, CH-Bäretswil

12.30 Mittagessen

16.00 «Wie können Worte heilen? Eine Meditation zu Weinrebs Gedanken über den Leib»
Prof. Eugen Baer, Semiotiker, Geneva, New York, USA

18.00 Abendessen

20.00 «Melodien – eine Beseelung der Worte»
besinnliche chassidische Gesänge mit Gabriel Strenger, Sänger und Kantor, Jerusalem

Sonntag 8.30 Frühstück

10.00 Gottesdienst mit dem evangelischen Pfarrer Horst Schulze, D-Weil der Stadt

12.00 Mittagessen und Abreise


Ort Familienerholungsheim Reichenau
Markusstrasse 15, D-78479 Insel Reichenau
Telefon: 0049 (0)7534-99550
Fax : 0049 (0)7534-995520

Anreise Bahnstation Radolfzell, dort mit dem „Seehas“ bis Reichenau Bahnhof, dann mit dem Bus bis Haltestelle Königsegg, Wegweiser Familienerholungsheim beachten.

Tagungsleitung Dr. H. Ringger

Tagungsbeitrag am Tagungsort bar zu bezahlen
Ganze Tagung: € 50.– / Ehepaare € 80.–
Nur Samstag:   € 30.– / Ehepaare € 50.–

Aufenthaltskosten Übernachtung und 3 Mahlzeiten: Tag/Person

Einzelzimmer (EZ) 64,90   (pro Nacht)
Doppelzimmer (DZ) 54,90   (pro Nacht)

Die Aufenthaltskosten sind in der Tagungsstätte bar zu bezahlen.




Anmeldung

Anmeldung an: Friedrich Weinreb Stiftung
Zollikerstrasse 193,
CH-8008 Zürich
Fax: +41-(0)44 380 33 27

Anmeldeschluss: 15. Oktober 2010. Die Anmeldung mittels unterstehendem Formular oder per E-Mail ist verbindlich. Es erfolgt eine Bestätigung.

Anmeldetalon: Wenn die Tagungsstätte bezüglich Bettenbedarf ausgebucht sein sollte (ca. 90 Betten), müssen die zuletzt angemeldeten Teilnehmer in Hotels logieren. Um die Vorbereitung und den Ablauf der Tagung zu erleichtern, bitten wir Sie, auf dem untenstehenden Anmeldetalon anzugeben, ob Sie bereit sind, in der Tagungsstätte ein Doppelzimmer mit jemandem zu teilen, damit die Zimmer voll belegt werden können. Die Zimmer werden nach Einlauf der Anmeldungen zugeteilt. Wenn die Tagungsstätte ausgebucht ist, werden Sie eine Mitteilung bekommen und sich an den Kurverein Insel Reichenau (Tel. 0049-(0)7534-92070) wenden müssen.
Wenn Sie nicht in der Tagungsstätte logieren möchten, bitten wir Sie, selbst für eine Unterkunft besorgt zu sein.



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Teilnahme* an der ganzen Tagung
Freitag Samstag Sonntag

Übernachtung
1. Freitag - Sonntag
   (2 Nächte)
Einzelzimmer Doppelzimmer
2. Samstag - Sonntag
   (1 Nacht)
Einzelzimmer Doppelzimmer
3. Teile Doppelzimmer ja nein

Verpflegung Freitag abend
Samstag mittag
Samstag abend
Sonntag mittag
Vegetarisch ja nein

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